Der Schmerz der Welt ist ihre Zeit. Auf daß sie in einem Augenblick geboren werde.
Autor: marcellill
Das Sonett XIII
Anders vielfältiger ist die Zeit
Wie Korn ähnlich der Wein
Nach der Kelter und wenn
Ein Mensch stirbt
In seinem Wort und über
Den Gott in seinen Garten
Die Frau ist aber darin
Die fremde und wahre
Zweifach das Herz
Und nicht muss einer tragen
Allein die Welt weniges
Reicht dem Auge gütiges
Schattiges und der Laut gehet aus
Nach dem Tag von selbst
Das Sonett XII
Eines aber geht hinüber
Der Geist wohl die roten Beeren
Sind auch an dem Himmel
Die Veilchen getrennt
Die Hand reicher
Spät in der Zeit sieht
Ein Auge das hörbar
Und gut dem Wort
Aus Patmos oder wo einer
Lange genug der Wahrheit
Vorangeht von Jugend an
Aber immer ist der gütig
Der Tag und der geteilte Laut
Was auch neu ist
Der Zeit Blüte
Die Kunst geht in den wenigsten Dingen. Darin hat sie ihre liebe Mühe.
Das Sonett XI
Spät ist die Zeit jünger
Wo die Rosen gehen im frühen Licht
Und stille die Luft
Von den Vögeln
Von hier aus das Wort
und die Lese den Augen
Die lauten selbst
Und haben anderes gehört darin
An den Ufern aber bleibe ich
Seitlich dazu fleißig
Dem wilden Weg
Der den Sterblichen ist
Stechender den Beeren
Mir aber nicht
Das Sonett X
Vielfach ist der Laut
Und um die Zeiten die Kunst
Der Schlaf aber legt
Um das Haupt die Farben
Mehr als der Tag
Und wenn eines reift
Ist es davon darum sind
Die Augen wahrer dem Holz
Und wo das Ufer tritt
In das Licht und der Fluss hat
Sein Herz den Wassern
Oder wenn einer singt
Die Wolken und die Worte
Die wir brauchen
Das Sonett IX
An den Bergen der Sonne
Bleibt das Frühjahr
Veilchenblau die andere Luft
Wo der Wald hängt meine Sprache
Die Wange der jungen Frau
Beides geht hinab der Wahrheit
Nach aber die Namen
Des Geistes sind eine Kunst
Ein gleiches weniges köstliches
Dem Schlaf des Feigenbaums
Sterblich und gemalt
Den Augen
Christus uns
Mehr aber dem Wort
Das Sonett VIII
An der Auvergne gehen
Die dunklen Wasser
Den Sommer über
Wenig ist noch einmal geboren
Einfacheres das hat
Sich gewendet dem Laut nach
Und dem Geist
Darum in den Worten
Bleibt die Kunst
Und ein halber Weg
Geht hinauf klug
Das andere Quedlinburg
Wo ich gewesen bin
Nach Frankreich
Der Morgen
Das Gedicht ist geringer als alles andere.
Das Sonett VII
Wege wie Kantholz hinab
Honigriechend nach Athen
Lieber noch die Auvergne
Weil früh ist die Wahrheit
Früher zu dichten
Das atmende Jahr
Und an den Worten geht
Der Bach oder das Einhorn
Die Zeit aber rührt uns
Und nicht anders lesen wir
Damals und heute
Gebunden erfahren
Unter den Schirmen des Lichts
Die ein Mensch gemalt hat