Die Sprache ändert sich ohne unser Zutun zwischen den Bergen unserer Freude.
Die Seele I
Die Sprache aber hat die Seele
Die ist gebrochen deutlich
Und liegt in der Zeit
Also ist eins gegangen
An der Seite und den Farben
Der Blumen eine Musik hat
Ihre Breite und ihre Traufe
Manches ein Leben auch
Einer hat immer einen Garten gemalt
Darin zu wohnen und zu finden
Sein Wort das farbig war anderes
Höheres späteres ist noch länger
Im Licht gewesen
Und an bekanntem Ort
Die Traufe XV
Die Farben eines Malers aber sind
Aus seiner Seele weil er sieht sie
Wie er gelernt hat an den Wassern zu sein
Die fließen durch die Augen
Das Herz aber ist eine Kammer
Wohl darum geht in den Weinbergen
Das gelbe Licht und wenn der Sommer
Einkehrt bei uns wächst auch
Die Gabe des anderen und es schlägt
Der Regen ins Trockene um
Und ins Fruchtige immer wieder ist
Dies zu schreiben der Einfalt nach
Die hat auch neuen Geschmack
Aus der ganzen Zeit
Andacht und Ankunft
Die Musik beginnt, bevor sie erklingt. Aber ihr eigenes findet sie erst in den Stimmen ihres Anfangs.
Die Traufe XIV
An den Wassern des Sommers
Ist das Einhorn gewesen
Und die Liebschaft die früher war
Und folgt den Küssen gleich
Den traufenden aber die Zeit
Hat den Frieden weil eins geht hinaus
Dem Licht entlang und den Gedanken
Des Bachs weiter als eine Reise ist
Ihre Gabe und es sind verknüpft
Wie an Seilen die Lieder und das Antlitz
Das ein Augenpaar sieht Schlaf
Und Regen sind die Träume
Eines Menschen der gutes hat
Weniger und mehr
Ein anderes
Reichtum ist, an der Blume des Mundes zu hängen.
Die Traufe XIII
Täglich sind geistvoll Himmel
Und Erde es wohnt darin
Ein anderer wilder unter
Den Menschen ähnlich
Der Blume des Frühjahrs
Wo um die Märzenzeit
Sich wendet der Mond
Und das Wort auch bricht
Vor dem Wein jenes was geht
In der selben Furcht
Und wunderbar vom äußersten
Darum bleibt eine Seele der Dichtung
Und fügt den Tag
Und die Nacht auch
Die Traufe XII
Italien Frankreich die reicheren Länder
An die habe ich gedacht von hier aus
Als an den Flüssen ihrer Träume
Wohl gehen diese von der Quelle
Wo umschlägt der Regen
Von der hütenden Erde
Es ist aber dies daß unser Wort
Liebt die Frucht und den Wein
Und anderes weil innerlich ist es uns
Die Augen einer Frau sind von vielem
Es fasst aber der Gedanke der reget
Die Welt das Licht und bleibt
Ein altes neues der Sprache
Die unsere ist
Heraklit – mit ihm
Die Sprache ist das Gebirge der Welt. Ihre Flüsse reichen in die Stille des Windes, darin die Blätter unserer Träume rauschen.
Die Traufe XI
Wenn aber ein Wort den Süden hat
Und das Meer und gegangen ist
An den langsamen Flüssen
Frankreichs des Sommers
Was ist dies es ist aber die Farbe
Gottes nach dem Geist wie eine Frau
Der Freiheit nach gereist ist
Von Galiläa aus und hat gesehen
Alltägliches unter dem Wein
Und den Morgen da wenig
Alles heimgeht wie die Dinge ist
Aber die deutsche Sprache
Die ist genau so
Unter der Nacht und dem folgenden Tag