Die höchste Not der Sprache ruft die Dichter zur Einkehr in ihr Nächstes : den Laut. Aus seinem Gebirge entspringen alle Flüsse des Geistes, der einzig Abschied nimmt.
Die Seele X
Vom Schwarzwald aus und dem Waldboden sind
Die Augen gegangen weil größer sind unsichtbar
Die Berge und reichen hinab in die Seele aber
Manches kommt so es dreht die Blume
Den Wind auch wie das Leben und
Das Wort beginnt unerhört bis an
Das Ende des Weines oder sich einer
Beugt der Zeit und den Geist teilt
Dies ist bis ein anderes kommt
Und zu fürchten die Frühe aber
Die Liebe bleibt dem Land
Und die Stimmen die ineinander sind
Und wechseln die Güte
Und eben bleiben
Die Seele IX
Am Laut hängt auch der Mund
Des Johannes der ist Christus viel weil
Der ist der Name des Menschen
Der ist sterblich gereist über die Erde
Um Ostern aber die Sonnenflecken
Ein gleiches die Welt gleich sind auch
Durchblüht die Augen einer Jungfrau
Zum ebenen Tag und der Nacht
Wo nüchtern hindurchgeht das Glück
Anderes auch des Weines Weg
In Frankreich gehört der milde Mond
Den Wassern und wo eine Statt ist
Die Auvergne füllt auch
Die Liebe das Wort
Vielfalt
Eine Sprache spricht mit sich selbst. Ihr Lauten ist der Gesang ihrer Erde.
Nietzsches Wort
Es kommt aus der Not der Erde. Sie hat ihren Weg in der Musik, die gleiches teilt, von Zeit zu Zeit. Zu seinen Seiten brechen die Farben.
Die Seele VIII
Eher hat die Sprache die Gedächtnis
Die ein Kleid hat nicht ein anderes ist
Das eben Antlitz und das Bild
Der Seele das an den Augen hängt
Weil vom Meer kommt einer zurück
Und der Seeluft die hat die Falten
Des Frühjahrs und wie Buchstaben
Feurigen der brennende Sommer
Am schmerzenden Ufer aber
Die Worte fast ist grün auch
Der Geist und ähnlich die Stille
Des Tages so ist weise dies
Und eines bleibet
Wandel und Mund
Der Augenblick
Einfach ist, die regnende Wahrheit zu sagen.
Die Seele VII
Wie Trauben hängt die Sprache
Zusammen genauer auch reicher
Tragender wenn aber die Worte
Sind gleich Tropfen fallen in die Träume
Des Herzens kommt dies davon
Denn ein Gespräch ist auch von der Liebe
Nächtlich über die Berge zu gehen
Hängend an den Gedanken
Und zu sagen des Regens Traufe
Das habe ich früher gesagt grün
An dem Kreuz dahin der Tag geht
Der soll gerecht sein und gewendet
Wie das Leben das geistliche
Und des Rebstocks Labsal
Sich verlieren
Musik ist die Höhe des Sommers über den Wassern der Sprache.
Die Seele VI
Nach den Furchen des Worts
Und eben der Sonne der Erd
Unter den Krokussen
Sind gehalten die Augen und Freitag
Und zu gehen den Gärten nach
Und den Bildern dies ist aber gewandelt
Der Blick und dreifach verschieden
Das Nächste München
Da ist auch was die Sprache bricht
Und die Seele mit die ist
Eben dem Atem der Gestalt nach
Darum sind die Himmel zu ruhen
Und die Dichter
Dem Spiel und dem wechselnden Laut